Mieter übergaben Bilder

Giebelhaus-Motive an Wobau-Geschäftsführer übergeben / Wertvolles Miteinander in der Bauphase

Parchim • Nachdem das Bauprojekt „Giebelhaus-Quartier” im Herzen Parchims abgeschlossen ist, haben die ersten sozialen Angebote von Lebenshilfe und Lewitz-Werkstätten die Arbeit aufgenommen. Neun Mieter freuen sich bereits über ihr neues Zuhause in der Wohngruppe für Menschen mit wesentlichen psychischen Erkrankungen und/oder Behinderungen. Sechs weitere warten auf ihren Einzug in die Wohngruppe für Menschen mit geistigen und mehrfachen Behinderungen. Trotz der Widrigkeiten durch die Corona-Pandemie – die große Eröffnungsfeier und der Tag der offenen Tür Ende März mussten abgesagt werden – ist Leben in das frisch sanierte alte Mauerwerk eingekehrt.
Davon berichteten Dorit-Kristin Burmeister, Teamleiterin im Giebelhaus und Marko Schirrmeister, Geschäftsführer der Lewitz-Werkstätten, während eines Kurzbesuches in der Wobau-Geschäftsstelle. Sie übergaben als kleines Dankeschön für die gute Zusammenarbeit in der Planungs- und Bauphase auch drei gerahmte Motive des Giebelhauses an Wobau-Geschäftsführer Martin Eberwein. Darunter ein Luftbild, dass die Baustelle Mitte letzten Jahres in ihrem gesamten Ausmaß zeigt.

Martin Eberwein, Dorit-Kristin Burmeister und Marko Schirrmeister (v.l.n.r.) mit den Giebelhaus-Motiven.

„Diese Bilder werden einen Ehrenplatz bekommen”, sagt Martin Eberwein und ist sich sicher, „dass die Motive immer ein schöner Anlass sein werden, mit Gästen ein Gespräch über das Giebelhaus zu beginnen.”
Grund zur Freude hatten aber auch die Vertreter der Lewitz-Werkstätten. Sie bedankten sich ganz herzlich für das großzügige Geschenk, das die Wobau Mitte April dieses Jahres den neuen Mietern zum Einzug gemacht hat. Über die Terrasse im Innenhof installierte die Wobau eine mächtige Markise, die nicht nur Schatten spendet, sondern sich bei schlechtem Wetter sogar selbstständig „zurückziehen” kann.
Mieter und Bauherr bekräftigten in diesem Zusammenhang auch ihre nicht nur gute, sondern auch für beide Seiten wertvolle Zusammenarbeit. Eberwein: „Dieses Miteinander auf Augenhöhe hat mich positiv verändert und hat auch dazu beigetragen, dass wir nun gegenseitig wissen wie wir ticken. Ich freue mich auf nächste gemeinsame Projekte.”

Beratung in den Sommerferien

Die Mitarbeiter der Lebenshilfe sind auch in den Sommerferien für Sie da. Die Beratungsstelle in der Lindenstraße 6 (Giebelhaus) hat in den Sommerferien folgende Öffnungszeiten:
Di. und Do., 09:00 – 14:00 Uhr

Bitte beachten Sie, dass eine Beratung nur nach telefonischer Anmeldung erfolgen kann.

Corona – Alle Dienste eingestellt

Sehr geehrte Damen und Herren,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Corona-Pandemie stellen wir alle Dienste bis auf Weiteres ein.
Wir möchten Sie auch ausdrücklich darauf hinweisen, dass wir, parallel zu Schul- und Kitaschließungen, keinen Familien entlastenden Dienst (FED) durchführen.
Des Weiteren fallen auch alle Freizeitmaßnahmen und geplante Ferienreisen aus.
Die Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle der Lebenshilfe sind weiterhin telefonisch für Sie zu erreichen.

Wir bitten um Ihr Verständnis.

Das Giebelhaus mal ganz, ganz bunt

10-jährige Annika aus Grabow ist Preisträgerin im Malwettbewerb der Lebenshilfe Parchim

Grabow/Parchim • Die Mädchen und Jungen der Klasse 4c aus der Grundschule „Eldekinder” in Grabow sind ganz aufgedreht. „Ihre” Annika gehört zu den fünf Künstlern, die von einer Jury aus Vertretern der Lebenshilfe Parchim und den Lewitz-Werkstätten als Preisträger des Giebelhaus-Malwettbewerbs ausgewählt wurden.

Lebensfroh, fantasievoll und bunt. Eines der prämierten Bilder hat Annika Müller (vorn) gemalt. Die Klasse 4c und Klassenlehrerin Carola Palme freuen sich mit der jungen Künstlerin.

Fast 100 Menschen mit und ohne Behinderung reichten ihre Arbeiten ein, die allesamt die Frontseite des über 400 Jahre alten Giebelhauses zeigen, das nun nach jahrelangem Dornröschenschlaf am Parchimer Marktplatz in altem Glanz erstrahlt.

Bunte und fantasievolle Werke sind entstanden. Jury- und Lebenshilfe-Vorstandsmitglied Tobias Groodauski kann das bestätigen: „Wir hatten es bei diesen tollen Bildern echt schwer, einzelne Arbeiten herauszuheben. Alle haben sich unendliche Mühe gegeben.”

Die Jury, bestehend aus Dorit-Kristin Burmeister (Teamleiterin Giebelhaus), Kathleen Ladwig-Skiba (Bereichsleiterin Wohnen, Lewitz-Werkstätten), Christina Schleif (Bereichsleiterin Ambulante Dienste/Kinderbetreuung, Lewitz-Werkstätten, hinten v.l.n.r.) und Lebenshilfe-Vorstandsmitglied Tobias Groodauski, hatte die Qual der Wahl.

Auch Annika Müller und ihre Klassenkameraden haben sich in vier Stunden Kunstunterricht mit dem Haus beschäftigt, das ab April – frisch restauriert und mit neuen Anbauten – mit Wohn-, Betreuungs- und Beratungsangeboten in eine soziale Nutzung übergeht. Die Idee, sich zu beteiligen, hatte Klassenlehrerin Carola Palme, die die Ausschreibung in der Zeitung entdeckte und die Malaktion für die Kinder aufbereitete.

Annika malt gern, aber nicht nur. Sie hat zwar schon Sonnenblumen für ihre Oma gemalt, „aber mein Lieblingsfach ist Musik”. Sehr gern ist sie auch bei ihren Großeltern und füttert Hühner, Kaninchen, Tauben, zwei Katzen und den Hund.

Das Bild der 10-Jährigen wird gemeinsam mit den anderen preisgekrönten Werken von Lydia Neele Hasse (Kita „Regenbogen”, Parchim), John Rossow (Schule am Alten Hafen, Parchim), Carla Jurick (Paulo Freire Schule, Parchim) und Nadine Falenczyk (Lewitz-Werkstätten, Parchim) in der neuen Beratungsstelle der Lebenshilfe Parchim im Giebelhaus ausgestellt.

Leider ist die Gelegenheit, die Bilder bei einem Tag der offenen Tür (geplant war der 21. März) erstmals zu begutachten, wegen der Corona-Ansteckungsgefahr nicht mehr gegeben. Aber die Beratungsstelle wird im April ihren Dienst aufnehmen und dann können die kleinen Kunstwerke natürlich bestaunt werden.