Disco in der Stadthalle

Im November wird es wieder eine zünftige Herbstdisco geben.

Wann? 22.11.2019, 14.00 – 18.00 Uhr
Wo? Stadthalle Parchim, Putlitzer Str.
Eintritt: 4,00 €

Melden Sie sich bitte bei den Gruppenleitern dafür an. Auch den Teilnehmerbetrag/Eintritt können Sie bis zum 30.10.2019 bei den Gruppenleitern bezahlen.

Der Fahrdienst für die Hin- und Heimfahrt wird organisiert.
Wir möchten Sie darüber informieren, dass auf dieser Veranstaltung Fotos für Eigenwerbung angefertigt werden. Diese werden maximal in Zeitungen, den Druckmedien und auf der Internetseite
(www.lewitz-werkstaetten.de) der Lewitz–Werkstätten veröffentlicht.
Organisatorisch können wir nicht sicherstellen, dass einzelne Personen nicht fotografiert werden.

Buntes Leben auch im Kalender 2020

In einem inklusiven Kunstprojekt der Lebenshilfe wird das Giebelhaus Parchim porträtiert

Parchim • Behinderte und nicht behinderte Menschen werden sich in einem Kunstprojekt der Lebenshilfe mit dem Giebelhaus Parchim am Alten Markt, Ecke Lindenstraße/Marstall befassen. Das Ergebnis soll ein bunt gestalteter Kalender für das Jahr 2020 mit Motiven vom Haus sein.

Jetzt geht es los: Wobau-Geschäftsführer Martin Eberwein (l.) machte die Hobbykünstler mit Geschichte und Bau des Giebelhauses vertraut.

Um diese zu finden zogen die Teilnehmer nun zum imposanten Gebäude mit dem markanten Giebel, der ihm den Namen gab. Unterstützung bekamen sie vor Ort von Martin Eberwein, dem Geschäftsführer der Wobau Parchim, der am und im Haus über die jahrhundertelange Geschichte und den Baufortschritt heute berichtete. Für die Wobau als Bauherrin ist das Sanierungs- und Bauprojekt Giebelhaus-Quartier eines der schwierigsten, aber auch attraktivsten Vorhaben seit langem. Doch das Ergebnis wird ein besonderes sein: Mitten im Zentrum der Stadt, gegenüber dem Rathaus, ziehen in eines der ältesten Häuser Parchims Menschen mit einer Behinderung ein.

Martin Eberwein: „So wurde früher gebaut.”

So werden ab nächstem Jahr dort zum Beispiel 18 behinderte Menschen in zwei Wohngruppen wohnen. Desweiteren wird es ein für Parchim neues Angebot, die gerontopsychiatrische Tagesstätte, geben. Die Begegnungsstätte für geistig behinderte Menschen sowie die Beratungsstelle der Lebenshilfe Parchim mit ihrer EUTB-Beratung ziehen ebenfalls mit ein. Es wird also viel buntes Leben im Giebelhaus geben.
Genau so bunt soll nun auch der Kalender werden, den die 16 Mitstreiter im Alter von 6 bis 55 Jahren unter der künstlerischen Leitung von Kerstin Klatt anfertigen werden. „Wir haben in unserer Ambulanten Freizeitmaßnahme die verschiedenen Mal-, Klebe- und Drucktechniken ausprobiert”, beschreibt Kerstin Klatt die Vorbereitungsphase. Nun sollten sich direkt am Haus Motiv-Ideen geholt werden.

Auch das Logo: „Leben im Giebelhaus” ist am Marstall 2 bereits zu sehen.

Steffi Schreck ist schon ganz aufgeregt. Die 45-Jährige, die tagsüber in der E-Montage/Lampenproduktion der Lewitz-Werkstätten arbeitet, will aktiv mitwirken. „Ich werde mit Stiften malen, das liegt mir am besten.” Und sie hat sich im Kopf schon lange vor der Giebelhausbesichtigung Ideen zurechtgelegt. „Ich gucke im Fernsehen immer die Sendung ‚Haus im Glück‘. Da gibt es viel Interessantes zu entdecken. Das wird mir jetzt zugute kommen.”

Tolle Erfolge für LH-Teilnehmer

Bei der 37. Auflage des Behindertensportfestes kämpften am vorletzten Juni-Wochenende knapp 50 Handicap-Sportler um gute Ergebnisse und Punkte in den Disziplinen Schlussweitsprung, Säckchen-Zielwurf, Zielangeln, Kasten-Zielwurf im Freien sowie Hütchen-Zielstoß, Korbballwurf und Torwand-Zielwurf in der Turnhalle.

Die Lebenshilfe war mit vielen Sportlern vertreten.

Die Teilnehmer wurden unter anderem von Parchims Stadtpräsidentin Ilka Rohr und Bürgermeister Dirk Flörke begrüßt. Auch die Landtagsabgeordneten Wolfgang Waldmüller und Christian Brade sowie der Kreissportbund-Vorsitzende Wolfgang Schmülling übermittelten ihre Grüße und wünschten der traditionsreichen Veranstaltung viel Erfolg.
Nach einem spannenden Wettkampf, bei dem auch das Lachen nicht zu kurz kam, stand Marco Jarmatz als Gesamtsieger fest. Er verwies Katharina Brauch und Peter Iredi auf die Plätze. Die Teilnehmer der Lebenshilfe Parchim konnten in allen Alters- und Wertungsgruppen insgesamt tolle Erfolge erzielen. Ihnen allen ein herzlicher Glückwunsch! Auch dem fleißigen Orga-Team ein herzlicher Dank! Allen zusammen ein kräftiges „Sport frei!” und bis zum nächsten Jahr!

„Diese Hilfe kommt von Herzen”

Lebenshilfe Parchim überreicht Kulturfest-Spenden an Familien in Not

Parchim • „Es freut uns jedes Mal, wenn wir Familien helfen können”, berichtet Astrid Dabelstein, Vorstandsmitglied der Lebenshilfe Parchim.
Natürlich stehen die Mitarbeiterinnen der Lebenshilfe-Beratungsstelle im Fischerdamm Hilfesuchenden immer mit Rat und Tat zur Seite. Aber das jedoch überwiegend für behinderte Menschen und ihre Angehörigen.
Zusätzlich geht alle zwei Jahre schnelle und unbürokratische Hilfe an Menschen, die es gerade nicht so einfach haben. Möglich wird dies, weil die Besucher des Integrativen Kulturfestes, das im Zweijahrestakt im Rahmen des Parchimer Stadtfestes auf dem Ziegenmarkt stattfindet, kräftig für Familien in Not spenden.

Nina Schwichtenberg, Astrid Dabelstein, Ute Henski, Olga Persson-Schenk und Hendrikje Dreffien (v.l.) freuen sich, dass sie Familien in Not unterstützen können.

So kamen am 18. und 19. Mai dieses Jahres an den Marktständen des Gartenservice „Grünkram”, der Produktionsschule Westmecklenburg und der Lebenshilfe stolze 570 Euro zusammen, die nun zu gleichen Teilen an zwei Familien gehen.
„Gefunden” wurden die Spendenempfänger gemeinsam mit Olga Persson-Schenk vom Fachdienst Jugend des Landkreises Ludwigslust-Parchim. „Bei der einen Familie war ich gerade zu einem Hilfeplangespräch vor Ort”, sagt Persson-Schenk. „Ein Thema waren die Sommerferien. Der verwitwete Vater tut alles, um es seiner kleinen Tochter an nichts fehlen zu lassen. Aber das Geld reicht natürlich vorne und hinten nicht. Mit der Spende kann er seinem Kind nun zum Beispiel einen Ferienlageraufenthalt ermöglichen.”
Auch in der zweiten Familie, in der ein alleinstehender, schwerkranker Vater für zwei Töchter im Teenager-Alter sorgen muss, wird das Geld dringend benötigt.
„Diese Hilfe kommt von Herzen”, unterstreicht Astrid Dabelstein. Bedanken möchte sie sich im Namen aller Organisatoren und Mitwirkenden des Integrativen Kulturfestes bei den großzügigen Spendern und verspricht, dass diese Aktion auch in den nächsten Jahren weitergeführt wird.

14 Forderungen an die Landesregierung

Über 100 Parchimer und Ludwigsluster auf Demo „Mission Inkusion”

Schwerin • Hunderte Menschen mit und ohne Behinderung pusteten am 6. Mai in den Straßen Schwerins und vor dem Schloss kräftig in ihre Trillerpfeifen und machten mit Transparenten und Sprechchören auf ihre Forderungen und Anliegen aufmerksam.

Hielten auf der Demo ihre Forderungen in die Höhe: Vertreter der Lebenshilfe Parchim.

Zur Protestveranstaltung, die den Titel „Mission Inklusion” trug, kamen auch über hundert Frauen und Männer der Lebenshilfe Parchim und aus den Lewitz-Werkstätten. Ihre bunt und kreativ gestalteten Plakate und Transparente ließen die Leute am Wegesrand und später vor der Siegessäule zum Beispiel auch Vertretern der Stadt Schwerin und der Landesregierung wissen, was ihnen auf dem Herzen liegt. Kinderbetreuung für behinderte Kinder unter 3 Jahren, bezahlbaren barrierefreien Wohnraum für mobilitätseingeschränkte Menschen oder eine flächendeckende gute Frühförderung waren nur einige Wünsche der Demonstranten.
Diese Anliegen spiegelten sich auch in den 14 Forderungen wider, die am Abschluss der Veranstaltung Stefanie Drese, Ministerin für Soziales, Integration und Gleichstellung, übergeben wurden.

Die Netzwerkerinnen von Parchim

Dörte Bauer und Hendrikje Dreffien wollen mit ihrer Beratungsstelle Menschen im gesamten Landkreis unterstützen
Parchim. Ein kleines Gartenfest zur offiziellen Eröffnung der neuen Beratungsstelle der Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB) – das ist die Idee der beiden Sozialpädagoginnen Dörte Bauer und Hendrikje Dreffien. Ein paar Luftballons, Speisen und Getränke im Pavillon, barrierefreier Zugang zur Feier und ein kleiner Film. Doch der griechische Wettergott Zeus hat offensichtlich andere Pläne. Stürmische Böen reißen bereits vor der Eröffnung den Pavillon davon, erzählt Hendrikje Dreffien.

Hendrikje Dreffien begrüßt den Parchimer Bürgermeister Dirk Flörke.

Doch davon lassen sich die beiden Sozialpädagoginnen nicht aus der Ruhe bringen. Sie greifen einfach auf Plan B zurück. Das Buffett wird in den Räumen der Lebenshilfe aufgebaut, Stühle und Tische passend platziert. Der vorbereitete Film, der die Aufgaben der EUTB erklärt und durch integrierte Gebärdensprache auch für Gehörlose verständlich macht, wird an die Wand projiziert. Noch bevor die ersten Gäste eintreffen, haben Dörte Bauer und Hendrikje Dreffien ihre Feier den wetterlichen Gegebenheiten angepasst.
Die ersten Gäste trudeln ein, die Räumlichkeiten der neuen Beratungsstelle füllen sich, die Besucher kommen ins Gespräch. „Das war uns sehr wichtig, dass unsere Gäste miteinander kommunizieren und sich ein Netzwerk aufbaut“, sagt Hendrikje Dreffien. Denn ein zentrales Beratungs- und Angebotsnetzwerk aufzubauen, liegt im Sinn der beiden Sozialpädagoginnen. Symbolisch haben sie dafür in ihrer Beratungsstelle im Fischerdamm 9 ein kleines Pinnbrett aufgehängt. In roten Lettern steht das Akronym EUTB darauf geschrieben. Zahlreiche Fäden ziehen sich von dort über das gesamte Brett. Dazwischen hängen bereits einzelne Visitenkarten, von Gästen, die bei der Eröffnungsfeier dabei sind und die Beratungsstelle unterstützen wollen.
Doch was genau sind die Aufgaben einer Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatung? Und worin liegt der Unterschied zu den Angeboten der Lebenshilfe? „Die Lebenshilfe kümmert sich vorrangig um Menschen mit geistiger Behinderung“, erklärt Hendrikje Dreffien. Wie es der Name vermuten lässt, setzt das Beratungsangebot der EUTB da an, wo andere Organisationen und Institutionen an die Grenzen ihrer Unterstützungsmöglichkeiten gelangen. „Wir bieten Angebote für Menschen mit Sehbehinderung oder für chronisch Kranke. Beispielsweise für an Krebs erkrankte Menschen, die wieder Fuß auf dem Arbeitsmarkt fassen möchten“, erzählt die 36-jährige Sozialpädagogin.
Offiziell eröffnet wurde die Beratungsstelle gestern, doch bereits seit März bieten Dörte Bauer und Hendrikje Dreffien ihre Unterstützung an. „Wir freuen uns sehr, dass das Angebot so gut angenommen wird“, so Dreffien. Die beiden EUTB-Beraterinnen wollen in regelmäßigen Abständen auch außerhalb Parchims Vor-Ort-Beratungen anbieten. „Wir möchten nicht, dass eine mögliche Unterstützung daran scheitert, dass Parchim zu weit entfernt ist. Deshalb werden wir auch nach Lübz oder Plau oder Sternberg fahren, um das Beratungsnetzwerk auch zu stärken“, sagt Hendrikje Dreffien. Text: Jacqueline Worch, SVZ, Foto: Frank Düsterhöft

Dank für effiziente Arbeit

Mitglieder der Lebenshilfe Parchim wählten neuen Vorstand für vier Jahre

Parchim • Auf der Wahlversammlung der Lebenshilfe Parchim am 25. April stimmten die anwesenden Mitglieder mit großer Mehrheit für eine weitere vierjährige (Ehren-)Amtszeit von Heidrun Lompart. Die 50-jährige Finanzbeamte und Mutter zweier Töchter steht als 1. Vorsitzende an der Spitze eines fünfköpfigen Vorstandes. In der unmittelbar an die Wahl anschließenden konstituierenden Sitzung wurde Manuela Maltzahn zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Verantwortlich für die Finanzen zeichnet wieder Astrid Dabelstein. Mit Tobias Groodauski ist erstmals ein Lebenshilfemitglied mit Behinderung in den Vorstand gewählt worden. Der Mitarbeiter der Lewitz-Werkstätten erhielt bei der Wahl die meisten Stimmen und freute sich riesig darüber.
In ihrem Rechenschaftsbericht bedankte sich Heidrun Lompart für die effiziente Arbeit der Mitarbeiterinnen und der vielen ehrenamtlichen Helfer. Ohne sie wären die vielen Angebote der Lebenshilfe nicht zu stemmen. Dass der Verein mit seiner Arbeit auf dem richtigen Weg ist, würden ihm seine Kooperationspartner bestätigen. Es sei aber nicht einfach, die Bedürfnisse aller zufrieden zu stellen. Erfolg hatte der Verein jetzt bei der Mittelbeantragung für eine Stelle der Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB). Für drei Jahre wird nun eine Lebenshilfe-Mitarbeiterin für behinderte Menschen da sein, die Hilfe bei der Beantragung von Leistungen, wie zum Beispiel einer Leistung zur medizinischen Rehabilitation, benötigen oder die Fragen zum selbstbestimmten Leben oder der Teilhabe am Arbeitsleben haben.
Die Lebenshilfe Parchim hat zurzeit 113 Mitglieder, davon sind 34 behinderte Menschen und 42 Eltern und Angehörige von behinderten Menschen.
Der Verein betreibt unter anderem eine Beratungsstelle im Fischerdamm, ist Träger des Familienentlastenden Dienstes und bietet ambulante Freizeitgestaltung für Menschen mit Handicap an. Besonderes Augenmerk legt die Lebenshilfe auf ihr Leistungsangebot „Schulassistenz”, bei dem Mädchen und Jungen mit einer Behinderung, die in Crivitz, Marnitz, Matzlow, Parchim und Lübz eine allgemeinbildende Schule besuchen, begleitende Unterstützung durch persönliche Betreuer erhalten.

Foto: Tobias Groodauski bei der geheimen Wahl. Der Mitarbeiter der Lewitz-Werkstätten wurde mit den meisten Stimmen in den Vorstand gewählt.

 

Wachsam sein für Menschlichkeit!

Wir sind entsetzt über die Anfrage der AfD im Deutschen Bundestag zur Schwerbehinderung in Deutschland. Die Fraktion der AfD erkundigt sich vordergründig nach der Zahl behinderter Menschen in Deutschland, suggeriert dabei jedoch in bösartiger Weise einen abwegigen Zusammenhang von Inzucht, behinderten Kindern und Migrantinnen und Migranten.
Es vermittelt sich darüber hinaus die Grundhaltung, Behinderung sei ein zu vermeidendes Übel.
Die Anfrage der AfD-Fraktion erinnert damit an die dunkelsten Zeiten der deutschen Geschichte, in denen Menschen mit Behinderung das Lebensrecht aberkannt wurde und sie zu Hunderttausenden Opfer des Nationalsozialismus wurden.
Wir rufen die Bevölkerung auf, wachsam zu sein und sich entschlossen gegen diese unerträgliche Menschen- und Lebensfeindlichkeit zu stellen. Wir sagen „Nein“ zu jeder Abwertung von Menschen mit Behinderung und zu jeglicher Form des Rassismus. Ideologien der Ungleichwertigkeit menschlichen Lebens haben keinen Platz in diesem Land.

Unterzeichnende Organisationen:
Allgemeiner Behindertenverband in Deutschland BAG Selbsthilfe Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen Bundesvereinigung Lebenshilfe Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband Deutsche AIDS-Hilfe Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland Paritätischer Gesamtverband Sozialverband Deutschland SoVD Sozialverband VdK Deutschland Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland